Der Erste Weltkrieg zum Greifen nahe…

 

Montag, 08. Juli

Ein kaltes Gewölbegeflecht unter der Stadt zog schon am Montagnachmittag nach fünfstündiger Fahrt und einer kurzen Erholungsphase in den Bungalows des Campingplatzes die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 in ihren Bann. Die alte Zitadelle unter der Stadt Verdun, dem Zielort der diesjährigen Geschichtsfahrt während der Projekttage, ließ aufwendig inszeniert die Situation unter der während des Ersten Weltkrieges hart umkämpften Stadt lebendig werden. Mit einer kleinen Bootstour auf der Maas ließ die Gruppe aus 41 Schülerinnen und Schülern und drei Lehrern den ersten Tag ausklingen.

 

Dienstag, 09. Juli

Um 9:00 Uhr brach man mit dem Bus zu den Schlachtfeldern vor Verdun auf. Die deutschstämmige Reiseführerin begleitete die Gruppe auf die Hügel vor der Stadt, auf denen die Kämpfe am heftigsten waren. Auf dem Programm standen das Beinhaus mit dem größten französischen Soldatenfriedhof bei Verdun, die hart umkämpfte Festung Douaumant sowie das Gebiet des völlig zerstörten Dorfes Fleury.

Anschließend wurde die Führung auf der Westseite der Stadt Verdun fortgesetzt. Dort ging es zu den Kriegsschauplätzen der Kampfhandlungen zwischen 1914 und 1918. Besonders interessant waren hierbei der während des Krieges nahezu vollständig gesprengte Hügel Vauquois und die Gegenüberstellung des pompösen amerikanischen und des sehr schlichten deutschen Soldatenfriedhofs.

Nach einem erlebnisreichen und beeindruckenden Tag konnte der Abend mit einem geselligen Beisammensein am Grill und anschließender Livemusik genossen werden.

 

Mittwoch, 10. Juli

Den Abschluss der Studienfahrt bildete am Mittwochmorgen der Besuch des Museums der Schlacht um Verdun. Die vielen hier gesammelten Zeugnisse aus jener Zeit gingen dem Betrachter unter die Haut. Sowohl Einzelschicksale als auch der Schrecken des Krieges für die Masse der Betroffenen wurden hier sachlich und mitreißend zugleich greifbar gemacht.

Unter dem Eindruck dieser Impressionen trat die Gruppe am frühen Nachmittag die Rückreise an.

 

Eindrücke wie diese sind es, die Hoffnung wecken, dass sich Ereignisse wie die zur Zeit des Ersten Weltkrieges nicht noch einmal wiederholen müssen…